Perinatale Biodynamik Workshop

Biodynamische Präsenz: Eine Option... Ein Weg zu gehen


Workshop „Perinatale Biodynamik“

 

 


                                            Einleitung


Ein Baby ist bei der Geburt vollständig bewusst. Der Mensch ist in jeder Phase seiner Entwicklung vollständig und komplett; als Embryo, als Fötus, als Neugeborenes.
Sogar der gerade Empfangene ist vollkommen bewusst und in der Lage zu experimentieren. Es sieht so aus, als wäre er fähig, Entscheidungen zu treffen, sogar bevor er ein vollständiges Nervensystem hat.  Das Studium der Embryologie zeigt uns folgendes Prinzip: Die Vollständigkeit ist das Geburtsrecht, dass wir als Menschen haben. Auf dem Weg seiner Entwicklung kann der menschliche Embryo Momenten von starkem Stress erfahren. Wir laufen spezifische Phasen durch, die die Embryologie und die Entwicklungspsychologie belegt haben. Innerhalb dieser Entwicklungsphasen sind viele unterschiedliche Differenzierungen zu erkennen, die uns unsere Individualität und Persönlichkeit geben. 

Fühlen und erleben wir in der vor- und perinatalen Zeit Spannungen, Traumata, oder Schocks, so kann das verheerende Auswirkungen für die Gesundheit unseres gesamten Lebens haben. Ein vorgeburtliches Trauma bzw. Schock für das Baby kann sich im Gewebe festsetzen. Selbst wenn wir denken, dass es keinen Grund für ein Trauma gibt. Das ledigliche Bestehen von Schwierigkeiten beim Einnisten der befruchteten Eizelle, als rein physisches Ereignis, kann potentiell als Auslöser für ein Trauma dienen.

Die Perinatale Biodynamische Therapie erlaubt uns, ohne eine direkte Arbeit gegen das Trauma und den Schmerz, den es verursacht hat, die Blockade im Gewebe zu lösen.
 Ohne die Geschichte zu untersuchen, welche hinter dem Trauma steht, wird der Patient in Verbindung mit dem Gedächtnis des Gewebes gebracht. Zunächst soll der Therapeut verstehen, dass das Neugeborene sich nicht getrennt von der Mutter
wahrnimmt, sie bilden eine Einheit. Das Baby ist aktiv in einen Prozess miteinbezogen, der den Namen Selbstbverbindung (Self-Attachment) und Bindung bekommt. Dieser Prozess ist die Grundlage der Liebe. Er umfasst die somatische sowie die neurologische Entwicklung, und eben auch die Integration der Emotionen, die die primäre neurologische Aufgabe in den ersten zwei Jahren des Lebens bilden.

Mutter und Vater sind Teil des Stoffwechselfeldes des Kindes. Das Baby sollte auf seine Eltern aufpassen,  um seine eigene Sicherheit und Schutz zu gewährleisten. Dieses Prinzip des Wachstums ist eine sehr starke Kraft im Baby – die Pflege der Mutter oder der primären Bezugsperson. Wir haben alle oft gesehen, wie ein Kind versucht, seine Mutter zu streicheln oder zu umarmen, um ein beruhigendes Gefühl mitzuteilen, wenn es fühlt, dass sie unter Stress leidet.

Außerdem sollen die Eltern das Kind schützen und ihm Ressourcen geben – so weit sie das können – durch den körperlichen Kontakt, aufmerksamen Augenkontakt (Das entwickelt den rechten Teil des Gehirns), den verbale Reflex und eine Vielzahl von nonverbalen Techniken. Diese Verhaltensweisen bzw. Instinkte unterstützen die gesunde Entwicklung des Babys in dieser kritischen Zeit seines neuen Lebens. Daher ist die erste Rolle des Therapeuten, den Schock und das Trauma für das ganze System der Familie zu untersuchen und die Prozesse von Self-Attachment und Bindung zu betrachten. Wenn Änderungen in diesen Zuständen zu beobachten sindm kann er  ihnen helfen, indem er die Mutter begleitet (sie ist die primäre Ressource und soll in einer Behandlungssitzung unterstützt werden), genauso wie das Baby. Zum Beispiel: Sind sie über
das Stillen verbunden? Wo ist die Spannung in der Beziehung zwischen Mutter und Kind? Bereitstellung von Ressourcen für das Baby durch Blickkontakt ist entscheidend. Wenn das Baby und die Mutter nicht in der Lage sind, die Blicke tief miteinander zu halten, kann es ein Indikator für Schock sein.
 Das Baby hilft der Mutter ihre emotionalen Zustände zu absorbieren und zu
verarbeiten, genauso wie die Mutter das Baby „absorbiert“ und „verarbeitet“ durch ihren eigenen Geist und Körper. Sie sind metabolisch miteinander verknüpft, helfen sich gegenseitig mit ähnlichen Mitteln. Ebenso dringt der Therapeut in das Stoffwechselfeld ein und setzt eine Interaktion an, während er die schwierigen Stellen in der Mutter-Kind-Beziehung betrachtet.


                          Methode des Workshops „Perinatale Biodynamik“


Das limbische System, insbesondere die Amygdala, die der wichtigste Indikator für Emotionen ist, sehr aktiv bei Säuglingen und direkt mit der rechten Hemisphäre, dem emotionalen Kortex, verbunden. Die ersten Sitzungen der Therapie mit einem Kind fördern den Prozess der Entdeckung und Beobachtung dieser tiefen körperlichen und emotionalen Themen. Der Therapeut muss lernen, Mutter und Kind zu unterstützen, vor allem dem Kind den physischen Kontakt mit der Mutter zur Verfügung zu stellen. Daher sind die ersten Sitzungen der Therapie eher von Beobachtung und Zurückhaltung geprägt.


Wenn Gesundheitspersonal und Geburtshelfer ihre eigenen Geburtstraumata nicht heilen konnten,so sind sie nicht in der Lage, dem Neugeborenen bei der Auflösung des Traumas zu helfen.

                                              Adressaten


Der Workshop richtet sich an Kinderärzte und Geburtshelfer, Hebammen, Krankenschwestern, Doulas (Schwangerschafts-Geburtsbegleiterinnen),Psychotherapeuten, Mütter, Väter, Großmütter sowie an Personal, die der Mutter bei der Fürsorge des Babys hilft bzw. an all diejenigen, die
Kontakt mit der Mutter-Kind-Dyade haben. Und auch für diejenigen die ihre Lebensmuster entdecken wollen!


                                              Workshop-Vorgehen


Zunächst werden wir versuchen, zu einer Körpererfahrung zu kommen,was noch HEUTE vonunserer Einnistung in die Gebärmutter bzw. von unserem Gang durch den Geburtskanal zurückgeblieben ist. All diese Erfahrungen sind KEINE Wieder-Erfahrungen, sondern ein Zum-Bewusstsein-Bringen dessen, was in uns heute von unserem frühen Leben zu spüren ist.
Später erklären wir, wie man sich mit Babys und Kleinkindern verhalten kann, so dass ihre Geschichten erzählt werden können.
Wir werden lernen, wie man Mütter unterstützen kann, damit der Verknüpfungsvorgang
wiederhergestellt ist, wenn er überhaupt abgebrochen wurde.


Im „Kreis des reines Zuhören“ der Gruppenleiter unterstützt die Teilnehmer um den Zustand der Stille zu erreichen. Die Gruppe wird danach in kleine Gruppen von 4 bzw. 5 Personen unterteilt.Vorgeschlagene Übungen und Bewegungen werden durchgeführt und am Ende, noch mal im Kreis, werden Erfahrungen bei der gerade ausgeführten Arbeit mitgeteilt.


                                        Kursgebühren: xxx€


                                                Leitung 


Carles Compañ (Spanien), geboren in Valencia (Spanien), 1962. Osteopathie Studium in
verschiedenen Schulen: Afir-Direma (Frankreich), Acon College (Deutschland) und Act
(Santander). Ausbildung zum Cranio-Sacral-Therapeuten an der European School of Craniosacral Therapy. 20 Jahren hat er die spirituelle Seite der Osteopathie gelernt, geübt und unterrichtet,wobei er immer mehr seinen Weg zur Stille entwickelt, nämlich zu einem Niveau von Präsenz, woder Kontakt eher mit dem Sein als mit dem Tun zu erkennen ist.



Verbindliche schriftliche  Anmeldung:

 

Alicia Carioni de Reuther
Röthelbachweg 36 / D-96120 Bischberg bei Bamberg
alicia.carioni(äd)gmail.com
AB: 0951-4086487 oder 0173-3215106


Nach der Anmeldung am Telefon oder per Mail wird das Anmeldeformular mit Bankdaten per Mail zugesandt. Mit der Anzahlung von 30 €uro gilt die Anmeldung. Wir gewähren eine 14-tägiges Rücktrittrecht. Ab da gilt eine Storno-Pauschale von 25 €uro. Falls kein anderer Teilnehmer gefunden wird kann in den letzten 2 Wochen vor Kursbeginn die ganze Gebühr fällig werden. 4 Wochen vor Kursbeginn sollen die restlichen 170 €uro überwiesen werden. 

 

 

 

Literatur
Life in Motion. The Osteopathic Vision of Rolling Becker, D.O. Ed. Rachel E. Brooks. M.D.
The Ontogenetic Basis of Human Anatomy. A Biodynamic Approach to Develeopment from
Conception to Birth. Erich Blechschmidt.
Los bebés recuerdan su nacimiento. Dr. David Chamberlain
Waking the Tiger. Healing Trauma. Peter A. Levine.
Trauma through the Child’s Eyes. Awakening the Ordinary Miracle of Healing. Peter A. Levine &
Maggie Kline.
La conciencia del bebé, antes de nacer. Wendy Anne MacArthy.
L’accompagnement de la naissance. Bernard Montaud.
A Brain is Born. John E. Upledger. D.O., O.M.M.
El futuro bebé. Arte y ciencia de ser padres. Dr. Thomas R. Verny.eld >>