Cículo de Escucha plena

Die Arbeit aus der Stille heraus:
Presencia Biodinámica von Carles Compañ


Die Biodymamische Präsenz gibt vor eine holistische Arbeit zu sein, und
das versuche ich hier zu erklären.
Für mich gibt es keine Arbeit, die besser ist als eine andere. Aber was es
gibt, sind viele unterschiedliche Stufen (Grade) innerhalb dieser Arbeiten.
Das Wichtigste ist, zu wissen aus welchem Standpunkt heraus wir die
Arbeit machen, wenn wir uns mit dem anderen verbinden. Es gibt
unendlich viele Arbeitsmodelle, die alle sowohl für uns selbst als auch für
den Patienten beschränkend sind, egal um welches Modell auch immer es
sich handelt.
Das Ziel jedes Modells ist es, es zu transzendieren. Wenn dies nicht
geschieht, sind wir im Modell gefangen geblieben und damit in seinen
Begrenzungen. Wir nehmen nur das im Patienten wahr, was wir in
unserem Modell mitbringen. Oder anders ausgedrückt: Wir sehen nicht
den Anderen, wir verbinden uns nur mit seiner Lebensgeschichte, seinen
Symptomen und betrachten sie durch die Brille unserer Erfahrungen. Und
so kann es kein reines Zuhören geben.
Vom Standpunkt der Biodynamischen Präsenz heraus bedeutet dieses
reine Zuhören, das mit allen Sinnen zu empfangen, was sich mir zeigt,
ohne es zu deuten, zu bewerten, ohne zu wissen, was gerade passiert.
Denn allein dadurch, dass ich versuche zu wissen (verstehen), hat nur
noch das Raum, was schon in mir ist, was ich bereits kenne, und so kehre
ich in den begrenzten Zustand meiner vergangenen Erfahrungen zurück.


Das große Geschenk der Biodynamischen Präsenz liegt darin, dass wir
anfangen uns bewusst zu werden, aus welchem Standpunkt/welcher
Erfahrung heraus wir handeln und so beginnen wir kohärent zu sein.
Meistens handeln wir um anerkannt zu werden, dem anderen zu gefallen,
und deshalb lernen wir eine Methode und wollen die Besten darin sein.
Woher kommt dieses Der-Beste-sein-wollen? Es kann nur aus unserer
persönlichen, „unverdauten“ Geschichte kommen, die wir unbewusst auf
den anderen projizieren.
Nur wenn uns bewusst wird, wer wir wirklich sind, können wir anfangen
aus dem Ort der Stille und Leere heraus zu arbeiten, aus dem heraus sich
alles manifestiert und zu dem alles zurückkehrt.
Ganz sicher ist die STILLE sehr wenig verstanden. Denn die meisten
Lehren erschaffen eine Stille, die eine produzierte Stille ist.. Sicherlich habt
ihr mich schon sagen hören: „Die STILLE ist das Sich nicht der
Bewegung entgegen stellen“
. Du bist genau jetzt bereits in der STILLE.
Aber die Bewegung, die Formen nehmen uns gefangen.

Insofern spielt es keine Rolle was wir machen, wenn wir in die
Biodynamische Präsenz eintauchen – und dies betone ich immer – sondern
von welchem Standpunkt aus dies geschieht. Wenn ich glaube zu wissen,
was der andere braucht, werde ich ihn auf meine persönlichen
Erfahrungen beschränken. So hart es klingt, das ist die Art und Weise
wie jede Methode funktioniert, egal wie feinfühlig sie auch sei.
Nehmen wir unsere Eigenmacht zu uns zurück. Nur so ist es möglich,
dass der Andere sie auch zu sich selbst nehmen kann. Die Macht mich so
zu fühlen, wie ich mich jetzt fühle, jetzt fühle,.... JETZT fühle.
Hier ist mein Angebot: Wir erfahren woher wir kommen, was unsere
persönliche Geschichte ist und wir erlauben uns, diese persönliche
Geschichte fallen zu lassen; so dass die Arbeit die Arbeit macht und wir sie
in Stille beobachten.
In Liebe
Carles Compañ